#41_Mythos Führung: Was brauchen Menschen, um zu folgen?
Die meisten Theorien über Führung beleuchten die falsche Seite: Die meisten Modelle bedienen vor allem die Egos und Selbstverliebtheit vieler Entscheider. Was brauchen wir also?
Die meisten Theorien über Führung beleuchten die falsche Seite: Die meisten Modelle bedienen vor allem die Egos und Selbstverliebtheit vieler Entscheider. Was brauchen wir also?
Erfolg scheitert selten an fehlender Expertise – sondern an Kommunikation, die nicht verbindet, und Formaten, die keine Wirkung entfalten. Wenn Begriffe unterschiedlich verstanden werden, Ziele diffus bleiben und Meetings mehr Energie kosten als freisetzen, entstehen Reibungsverluste, die Fortschritt ausbremsen.
Als wirklich souverän und kompetent werden Führungskräfte erlebt, die Professionalität und Menschlichkeit verbinden, die persönlich sichtbar und wirkungsvoll sind. Mit anderen Worten: Wer will ich sein für wen?
Was auch immer wir im Leben tun, wir tun es einzig und allein deswegen, weil wir
glauben, dass es eines oder mehrere unserer Bedürfnisse befriedigt.
Was ist eine Vision? Worin unterscheiden sich Halluzination, Illusion, Tagträume, Ziele und Wünsche von einer echten, handfesten Vision? „Wer Visionen hat, sollte lieber gleich zum Arzt gehen“ erklärte Helmut Schmidt einst im Bundestagswahlkampf 1980.
In der Business-Welt gibt es viele Mythen zum Thema Vertrauen, u.a. gilt Vertrauen als eine verstaubte preussische Sekundärtugend, es sei eine magische Essenz oder Charaktereigenschaft, etwas Binäres, das entweder vorhanden oder nicht da ist, es ist kompliziert aufzubauen und schlechter als Kontrolle.
Selbstdisziplin ist die Fähigkeit, hart zu arbeiten, nein zu sagen, gute Gewohnheiten zu pflegen, Provokationen zu ignorieren, Gefühle zu beherrschen und Ängste zu ertragen. Selbstdisziplin bedeutet, alles zu geben und zu wissen, was man zurückhalten muss.
Wie gehen Manager mit der Wucht und den Widersprüchen um, die die Gefühle bei den Menschen durch den Wandel auslösen? Mit den Befürchtungen, Hoffnungen, mit Angst und Ekel, Zorn, Scham, mit Gleichgültigkeit oder Lethargie...
Wir leben in einer einzigartigen Ära. Noch nie war es einfacher, in kürzester Zeit erfolgreich zu sein. Sei es in der Persönlichkeitsentwicklung, die Führungs-Skills oder um Geld zu verdienen. Die Frage ist also nicht, ob die Zeit uns Chancen lässt, sondern ob wir die Chancen der Zeit nutzen.
Das einzige Wesen, das Veränderung liebt, ist ein nasses Baby. Alle anderen stellen sich tot, rennen davon oder gehen sofort zum Angriff über. Warum? Transformationen sind anstrengend, weil sie mit Widerständen und Wehmut verbunden sind.
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